Kaum eine Frage wird im Webdesign so lagerhaft diskutiert wie diese. Die ehrliche Antwort vorweg: Beides ist gut — für unterschiedliche Fälle. Wir bauen und betreuen beides und haben kein Lager zu verteidigen. Hier ist der Vergleich, den wir auch im Erstgespräch führen.
Worin sich die beiden unterscheiden
Eine statische Website besteht aus fertigen Seiten, die der Server einfach ausliefert — es läuft keine Software, keine Datenbank, kein Baukasten im Hintergrund. Geändert wird sie, indem die Seiten neu erzeugt werden; das übernimmt in der Regel der Betreuer oder ein automatisierter Ablauf.
WordPress ist ein Content-Management-System (CMS): Auf dem Server läuft eine Anwendung mit Datenbank und Redaktionsoberfläche, in der du selbst Texte, Bilder und Seiten pflegen kannst — ohne technisches Wissen, jederzeit.
Der Vergleich in fünf Punkten
- Geschwindigkeit: Statisch gewinnt fast immer — es gibt schlicht nichts, das rechnen muss. Ein gut optimiertes WordPress kann schnell sein, braucht dafür aber laufende Aufmerksamkeit (Caching, schlanke Themes, Plugin-Disziplin).
- Sicherheit: Wo keine Software läuft, kann keine Software angegriffen werden — statische Seiten haben eine winzige Angriffsfläche. WordPress ist das meistgenutzte CMS der Welt und damit das meistgescannte Angriffsziel; sicher ist es nur mit konsequenten Updates.
- Pflegeaufwand: Statisch: fast keiner — kein Update-Zyklus, keine Plugin-Konflikte. WordPress: regelmäßige Updates für Kern, Theme und Plugins sind Pflicht, sonst wird aus dem Redaktionssystem ein Sicherheitsrisiko.
- Selbst Inhalte pflegen: Hier dreht sich das Bild: WordPress gibt dir volle Redaktionsfreiheit im Browser. Bei einer statischen Website gehen Änderungen über den Betreuer — was mit einem gut erreichbaren Ansprechpartner in der Praxis oft schneller ist, als es klingt, aber eben ein anderer Weg.
- Kosten über die Jahre: Statisch kostet beim Bau ähnlich viel, im Betrieb aber deutlich weniger — günstiges Hosting, kaum Wartung. WordPress braucht dauerhaft Pflege (selbst gemacht oder als Wartungsvertrag) und teils Plugin-Lizenzen.
Wann statisch die bessere Wahl ist
Wenn deine Website vor allem präsentiert: Firmenauftritt, Leistungen, Referenzen, Kontakt — und sich Inhalte ein paar Mal im Jahr ändern statt täglich. Dann bekommst du mit einer statischen Website das schnellste, sicherste und wartungsärmste Ergebnis. Die meisten Firmenauftritte kleiner und mittlerer Unternehmen fallen in diese Kategorie — auch unsere eigene Website ist statisch.
Wann WordPress die bessere Wahl ist
Wenn du regelmäßig selbst publizierst: ein aktiver Blog, häufig wechselnde Angebote, viele Redakteure, ein Shop auf WooCommerce-Basis. Dann ist die Redaktionsfreiheit das entscheidende Argument, und der Pflegeaufwand ist der faire Preis dafür. Wichtig ist nur, ihn von Anfang an einzuplanen — als Eigenleistung oder als Wartungsvertrag, aber nicht als „machen wir später".
Der häufigste Fehler
Der häufigste Fehler ist nicht die falsche Technik, sondern die falsche Annahme: „Wir werden ständig selbst Inhalte ändern" — und dann passiert es zweimal im Jahr. Dafür läuft dauerhaft ein CMS mit, das gepflegt werden muss. Sei bei dieser Frage ehrlich zu dir selbst; sie entscheidet die Wahl mehr als jedes technische Argument.
Fazit
Statisch für Auftritte, die präsentieren; WordPress für Auftritte, die täglich redaktionell leben — und in Grenzfällen entscheidet dein tatsächliches (nicht dein vermutetes) Pflegeverhalten. Wir beraten dich dazu ehrlich und bauen beides: Website erstellen lassen in Berlin. Und egal, wofür du dich entscheidest: Um die laufende Pflege und Wartung übernehmen wir bei Bedarf dauerhaft.
Weiterlesen im Ratgeber: Website erstellen lassen: Was kostet das? und Wartungsvertrag: Was ist enthalten?
Stand: Juli 2026.